Stimmenbeispiele

eingespielt mit verschiedenen Methoden

Ob es sich bei den nun folgenden Tonbeispielen tatsächlich um Tonbandstimmen im Sinne von Jürgenson und Raudive handelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall weisen viele davon einige typische Merkmale auf, etwa die Bezugnahme der Aussage zu einer zuvor (manchmal sogar erst hinterher) gestellten Frage bzw. gemachten Bemerkung. Nicht alle der vorgestellten Stimmenbeispiele werden für jeden Hörer gleichermaßen gut verständlich sein: Was für den einen deutlich klingt, ist für den anderen oftmals nur "Kauderwelsch" - siehe hierzu auch die Anmerkungen am Schluß dieser Seite. Ich stelle deshalb diese Beispiele einfach ganz wertfrei vor und möchte gleichzeitig dazu ermutigen, eigene Experimente vorzunehmen, denn nichts überzeugt mehr als selbst erzielte Resultate!

Alle Stimmenbeispiele, die nicht mit einem * gekennzeichnet sind, wurden von mir eingespielt. Ein Anmerkung-Symbol bedeutet, daß zu diesem Stimmenbeispiel eine Anmerkung mit detaillierteren Informationen hinterlegt ist. Nach Klicken auf dieses Symbol sollte sich hierzu ein kleines Zusatzfenster öffnen (vorausgesetzt, in Ihrem Browser ist JavaScript aktiviert und PopUp-Fenster werden zugelassen). Die Teile in eckigen Klammern sind für mich undeutlich zu verstehen.

Noch ein Hinweis: Zur Zeit bin ich dabei, die Stimmenbeispiele nach und nach in besserer Qualität neu aufzunehmen. Bei den Beispielen, zu denen Frage und Stimme durch "Frage: ..." und "TBS: ..." gekennzeichnet sind und die TBS in Fettschrift geschrieben ist, existiert schon die neue Aufnahme.

Es folgen nun die Stimmenbeispiele, unterteilt in verschiedene Einspielmethoden:


Inhalt

siehe unten 1. Herkömmliche Methoden

siehe unten Mikrofonmethode

siehe unten Konservenmethode

siehe unten Reibemethode

siehe unten Wassermethode

siehe unten Radiomethode

siehe unten 2. Sprachsynthesemethoden

siehe unten Audio-Ed

siehe unten Audigit

siehe unten EVPmaker

siehe unten Nichts verstanden?



1. Herkömmliche Methoden

Mikrofonmethode

Mikrofonstimmen bilden sich sozusagen "frei im Raum", ohne Zuhilfenahme eines zusätzlichen akustischen Hintergrundes. Der normale Geräuschhintergrund im Raum reicht als "Rohmaterial" aus.
 
TBS: "Du siehst, das kann ich nicht." Anmerkung
Frage: "Hallo meine liebe Mutti, wer von unseren Verwandten ist jetzt bei Dir und freut sich über meinen Gruß?" - TBS: "Die Mutti." / Gefilterter Ausschnitt: "Die Mutti." Anmerkung
Frage: "Bist du noch in meinem Umfeld?" - TBS: "Im Raum!" / Gefilterter Ausschnitt: "Im Raum!" Anmerkung


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Konservenmethode

Bei der herkömmlichen "Konservenmethode" wird während der Einspielung eine normale Sprachaufnahme – i.d.R. eine Fremdsprache – leise im Hintergrund abgespielt in der Hoffnung, daß dieses "Stimmen-Rohmaterial" in bezugnehmende Stimmen umgeformt wird. Hier habe ich ein wenig herumexperimentiert, um eine optimale Tonkonserve zum Einspielen zu erhalten. Meine Überlegung war, daß es bei mehreren übereinandergelagerten Stimmen ja eigentlich mehr Möglichkeiten zur Umformung geben müßte. Also mixte ich mit Hilfe von drei Cassettenrecordern männliche und weibliche Sprache (Nachrichtensprecher) so oft übereinander, bis vom Originaltext nichts mehr zu verstehen war (Info Vorgehensweise).

Bei den "Konserven-Stimmen" muß man schon sehr genau hinhören – am besten mit Kopfhörern. Sie sind nur schwer zu verstehen; deshalb habe ich auch nur wenige Versuche damit gemacht.
 
Frage: "Gibt es bei euch etwas, was bei uns die Materie ist?" - TBS (nach 10 Sek.): "Diiie Mateeerie [ist über] Tonband" / Ausschnitt: "Diiie Mateeerie [ist über] Tonband" Anmerkung
Frage: "Kannst du dich mir zu erkennen geben?" - TBS: "Alfa" Anmerkung
Frage: "Welche Aufgabe hast du übernommen?" - TBS: "Ist er am Tonband dran?"
Frage: "...aber was dazwischen war, das konnt' ich nich' versteh'n." - TBS: "[...] Du bist ein Aaarschloch" Anmerkung


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Reibemethode

Im Prinzip eignet sich fast jedes Geräusch als akustisches "Rohmaterial" zur Bildung von Stimmen. Hier habe ich einfach mal mit einem Kieselstein auf einer zurechtgeschnittenen, rauhen Plastikfolie (von einem Schnellhefter), die sich auf dem Boden eines Topfes bedand, in langsam kreisenden Bewegungen herumgerieben.
 
Ja, das klappt schön Anmerkung


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Wassermethode

Hierbei wird das Geräusch von plätscherndem Wasser als akustisches "Rohmaterial" zur Bildung der Stimmen verwendet (siehe hierzu den Artikel Seite Eine alte Einspielmethode neu entdeckt: Die Wassermethode).
 
Wasserhahn + Elektret-Mikrofon

Dies waren meine allerersten Versuche mit Wasserplätschern als akustischem Träger. Dazu stellte ich am Wasserhahn einen dünnen Strahl ein, bei dem ab der Hälfte der Länge einzelne Tropfen abrissen. Diese fielen dann in einen zur Hälfte gefüllten Topf, der im Spülbecken stand. Aufgenommen wurde das Ganze über ein Elektret-Mikrofon.

Die Stimmen sind nicht ganz einfach aus dem Tröpfelgeräusch herauszuhören, aber mit einiger Übung gelingt es, das Geräusch "wegzuhören", so daß an einigen Stellen artikulierte Stimmen in den Vordergrund treten, die ich am ehesten als "roboterhaft" bezeichnen würde.
 
Roger! Anmerkung
Größer! [Gefilterter Ausschnitt ] Anmerkung
Ja, das glaub' ich schonn Anmerkung
Richtig, heut' ist der Neunte! Anmerkung
Hallo, grüß dich, mein Jung! Anmerkung
Du kleiner Kaputtmacher! Meisterhaft! Anmerkung
 
Springbrunnenpumpe + Piezo-Lautsprecher

Hier wurde zum Erzeugen des Wasserplätscherns eine Springbrunnenpumpe verwendet, die sich in einigen Metern Abstand zuerst in einem Gartenteich, später in einer großen Milchkanne aus Metall befand. Statt eines Mikrofons wurden mehrere in Reihe geschaltete Piezo-Hoch-Mitteltöner benutzt. Die Stimmen erhalten dadurch eine besondere Klangfärbung, während das ursprüngliche Plätschergeräusch vollkommen in den Hintergrund tritt. Mich erinnert der Klang dieser Piezo-Wasserstimmen immer ein wenig an einen sprechenden Wellensittich...

Die nachfolgenden Piezo-Wasserstimmen werde ich nicht mehr im einzelnen mit Frage und TBS kommentieren, da sie im Gegensatz zu den vorherigen Wasserstimmen doch um Einiges lauter sind. Interessant ist jedenfalls, daß die Stimmen selbst öfters auf die "Piezos" hinweisen...
 
Frage: "...bei mir zu Hause gemeldet hat." - TBS: "Weiter Mikro! [Ultraschall defekt!] Anmerkung
Frage: "Ich grüße meinen Vater Robert Kohlgraf" - TBS: "Hat doch ooch'n Klangschalter – Kontakt!" - Frage: "und alle, die sich zur Zeit bei ihm befinden." *
Frage: "Wie kann ich die Einspieltechnik mit der Differenzmethode verbessern?" - TBS: "Vom Mikro weg, und dann wird's besser!"
Frage: "Bisher hab' ich Elektret-Mikros verwendet. Eignen die sich nicht so gut, wie die Piezos?" - TBS: "Nimm Piezos bitte!" [Gefilterter Ausschnitt: "Nimm Piezos bitte!"]
Fortsetzung des letzten Stimmenbeispiels: Frage: "Oder besser?" - TBS: "Keine Zweifel! [Kommt laut.]"
TBS: "Piezo!" Anmerkung
Piezo. Piezo!
Haltet doch bitte Kontakt mit mir!
Kontakt mit Jürgenson und Raudiiive ... Raudive! Anmerkung


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Radiomethode

Für diese Beispiele wurde als akustisches "Rohmaterial" zur Bildung der Stimmen ein Rundfunkempfänger im MW- oder KW-Bereich verwendet. Natürlich gibt es hierbei keine Kontrolle mehr darüber, was evtl. "paranormal" sein könnte und was Teil des "normalen" Radioprogramms. Aber selbst wenn tatsächlich ein fremdsprachiger Text zufälligerweise deutsche Worte ergibt - die aber in direkten Sinnzusammenhang zur eben gestellten Frage stehen -, dann ist das meiner Ansicht nach schon ziemlich erstaunlich. Und wenn dies gehäuft auftritt, dann umso erstaunlicher...
 
Ja, der kommt rüber, vielleicht dies' Woche Anmerkung
Wenn du mal eben wartest noch * Anmerkung
Siehst, so ist am Morgen Radio viel besser
Der Jürgenson Anmerkung
Raudive, der Sänger
Raudive komm(t)
Oh, ich lebe weiter. Hoch, ich bin da!
Halleluja, du siehst es, du bist jenseits am Kabel!
Siehe, da ist die Nahtstelle!
Ganz genau!
Wir müssen wieder reden
Typisch, das war John Wayne! * Anmerkung


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2. Sprachsynthesemethoden

Diese Einspielmethoden sind in dem Artikel Seite Tonbandstimmen per Computer: Die Sprachsynthese-Methode ausführlich erklärt.

Audio-Ed
Wir werden helfen
Und er kommt stärker
Bin ich lieber tot
(I)ch bin am Apparat
Böse sein ist destruktiv
Computer ist kaputt Anmerkung
Wat for 'ne Quatsch! Anmerkung
Wir sind wieder spitze! Anmerkung
Mein Gott, du hast wirklich Husten!
Ach du liebe Jung, ich bin auch durch das Tor!
Ja, so kommt die Hilfe *
Margot, es gibt Probleme * Anmerkung
Bei Halifax die Toten * Anmerkung
Radar gut, hör gleich tote Stimmen * Anmerkung
Ich schaffe es auch nicht immer *
Achtung, noch nicht drücken, danke Anmerkung
Ping-pong Anmerkung
Freitag sehr gut Anmerkung
Ernst, du bist alt!
Immer guter Katholik
Sehr gute Katholiken


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Audigit
War sicher tot
Mehr nun etwas mischen!
Wein' nich' dein' Körper hinterher
Der Herr kommt heut' abend Valentin, und dazu soll der Teufel tanzen Anmerkung
Ratschaft Gott - Glück Verstorbener *
Das Wasser sehr gut ankommt [...] einwandfrei. Muß ich öfters duschen! Anmerkung
Du hast Kontakt Anmerkung
Stefan, kannst du mich ruhig jetzt rufen! Anmerkung
Tu das nicht! [...] Das ist Weitersprechen! Bist Verräter! Anmerkung
Du hast Kontakt - Hallo! Anmerkung
Sprich! Hör'n dich mit Computer! Anmerkung
Ja, das kann Stefan laut hören! Anmerkung
Du hast Glück Anmerkung
Kaffeekanne


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EVPmaker
Frage: "Melde dich doch mal, ich hab' so wenig von dir gehört!" - TBS: "Klar, bin dabei, Nestler, ich war da so oft." Anmerkung
TBS: "Dat Gisela" Anmerkung
TBS: "Das rote [...] rote Auto" * Anmerkung
TBS: "Hat er nun Internet" Anmerkung
TBS: "Stefan, ich liebe dich. Stefan, hörst du?" Anmerkung
Frage: "Hallo, Tante Elli, kannst du dich schon melden?" - TBS: "Sehr gut [...] Kontakt Elli" Anmerkung


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Nichts verstanden?

Bevor Sie jetzt vorschnell "das Handtuch werfen", weil Sie auf Anhieb nichts oder etwas ganz anderes verstanden haben, erlauben Sie mir die Anmerkung, daß fremde Stimmenbeispiele niemals die selbst eingespielten Stimmen ersetzen können! Nur aufgrund eigener Versuche sollte man sich ein Urteil bilden, da man dabei ganz automatisch das richtige "Hören" lernt (genau wie Funker Übung darin brauchen, verrauschte oder gestörte Funksprüche zu entziffern). Außerdem sind Stimmen, die einen selbst ansprechen und auf Fragen antworten, natürlich auch viel eindrucksvoller. Und nicht zuletzt kann man sich auch nur bei selbst durchgeführten Einspielungen sicher sein, daß alles "mit rechten Dingen zugeht", d.h. daß nicht etwa "getrickst" wurde.

Falls Sie das Ganze jedoch für nichts weiter als Einbildung und bloßes "Wunschdenken" halten (ähnlich wie man in Wolkenformationen oder in Holzmaserungen Figuren und Gesichter sehen kann), dann bedenken Sie, daß die Problematik des Verstehens von Sprache nicht nur auf Tonbandstimmen zutrifft, sondern auf alle Arten von sprachlichen Informationen, wenn sie nur kurz genug sind und ohne einen sprachlichen Kontext für sich alleine stehen. Wenn Sie das nicht glauben, dann machen Sie doch einmal folgenden Versuch: Schneiden Sie aus einer schwachen und verrauschten Mittelwellen-Radiosendung wahllos zwei, drei aufeinanderfolgende, kurze Worte heraus und spielen Sie diese verschiedenen Leuten vor. (Fidelio Köberle, ehemaliger 1. Vorsitzender des VTF e.V., hat dies einmal mit dem Satzfragment "Regen und Kohle" gemacht, das er dann den Teilnehmern eines Volkshochschulkurses vorspielte.) Man wird überrascht sein, wieviele verschiedene "Deutungen" dabei zustandekommen...

Oder hören Sie sich doch mal Sound diese Aufnahme an und notieren Sie Wort für Wort, was Sie hören. Es handelt sich dabei übrigens um einen schwatzenden Wellensittich. Da der Vogel jahrelang in unserer Familie gelebt hat, ist es für die Familienmitglieder überhaupt kein Problem zu verstehen, was er "sagt". Genauso ist es mit den Tonbandstimmen, wenn man sich mit ihnen eine längere Zeit befaßt hat.

Das bisher einzige Feedback eines Seitenbesuchers ergab übrigens, daß 15% der vom Wellensittich "gesprochenen" Wörter nicht gehört, 72% falsch gehört und nur 13% richtig gehört wurden. Dies bestätigt meine Annahme, daß das Problem mit dem "Hineininterpretieren" (ein Lieblingsargument von TBS-Skeptikern) eben nicht "TBS-spezifisch" ist, sondern daß das genauso auch für andere "Stimmen-Verursacher" gilt. Mit anderen Worten: Daß andere Personen die meisten TBS-Aussagen nicht nachvollziehen können, belegt nicht, daß es keine TBS gibt, sondern nur, daß andere Personen diese Art zu hören nicht gewohnt sind.


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